Vorhang auf für Kleinlederwaren

Vorhang auf für Kleinlederwaren

Sie gehören wahrlich nicht zu den Sternen, die am Accessoires-Himmel am hellsten leuchten. Kleinlederwaren, wie Geldbörsen, Schlüsselmäppchen oder Brieftaschen, stehen meist ein bisschen im Schatten der aktuellen Taschenmode – zu Unrecht. Denn als beliebtes Geschenk gehören sie nicht nur zu den Klassikern unter dem Weihnachtsbaum. Auch modisch hat sich auf dem Markt in den letzten Jahren enorm viel getan. Innovative Formen und Modelle erweitern das Angebot und erschweren die Entscheidung. Die Zeiten, in denen Männer ihr Bargeld und ihre Karten ausschließlich in einem schwarzen, zeitlos gehaltenen Portemonnaie verstauen konnten, sind auf jeden Fall endgültig vorbei.

Selbstverständlich haben die klassischen Börsenformate nach wie vor ihre Berechtigung. Der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier. Und gerade an der Kasse im Supermarkt möchte man nicht lange in seiner Börse kramen, sondern sich schnell zurechtfinden. Der Griff zum möglichst baugleichen Nachfolgermodell ist daher mehr als verständlich.

Die klassische Geldbörse kommt in Schwarz daher. Daneben erfreut sich die breite Palette der Brauntöne großer Beliebtheit. Das Angebot beschränkt sich aber schon lange nicht mehr nur auf zeitlose und klassische Modelle. Modemarken runden ihre Kollektionen gerne mit Kleinlederwaren und Accessoires ab. Dabei geht es dann auch gerne äußerst farbenfroh zu. Die Designer arbeiten mehr oder weniger plakativ mit Farbe. Mal kommt sie nur als kleines, feines Stitching zum Einsatz, mal vollflächig oder sogar in Kombination mit dem jeweiligen Komplementärton. Dazu addieren sich attraktive Prints und Muster. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt, vor allem im jüngeren Bereich nicht. Praktischer Nebeneffekt von Farbe: Die Börse lässt sich in der Tasche oder daheim leichter finden, falls sie einmal verlegt wurde. Ein schönes Geld oder ein plakatives Blau kann dem Börsenbesitzer somit jede Menge Stress ersparen.

Vorsicht Daten-Klau: RDID-Schutz macht Sinn!

Die Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlen ihre Einkäufe im Handel immer häufiger bargeldlos. Vor allem für Kleinbeträge, wie etwa beim Bäcker, zücken auch die Deutschen inzwischen selbstverständlich die Bankkarte und begleichen den Betrag berührungslos. Im Ausland ist die Entwicklung bereits weiter fortgeschritten. Der Markt bietet daher bereits eine große Auswahl an innovativen Kreditkarten-Etuis und -Boxen. So unterschiedlich die Modelle gestaltet sein mögen: Für Münzgeld ist – wenn überhaupt – nur ein kleines Fach vorgesehen.

Stichwort Kreditkarte: Bei einer neuen Börse oder einer Kartenbox sollte ein RFID-Schutz (Radio Frequency Identification) inzwischen eine Selbstverständlichkeit sein. Der Chip einer Kreditkarte speichert sensible Persönlichkeitsdaten. Selbst wenn die Karte nicht aktiv ist, sendet sie Funksignale, die Cyberkriminelle abfischen können. Ein RFID-Blocker schützt vor Datenklau.

Der RFID-Schutz gehört inzwischen aber auch bei vielen klassischen Portemonnaies aus Leder zur Standardausstattung. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen, unter anderem als Hoch- und Querformat. Scheine und Banknoten finden entweder in einem Fach ihren Platz oder werden von einer Geldklammer gehalten – je nach individueller Vorliebe. Verschiedene Leder kommen zum Einsatz. Gerne verarbeitet wird Rindleder, das sich durch seine Stabilität auszeichnet. Auch das Narbenbild ist wichtig. Büffelleder etwa zeichnet sich durch sein ausdrucksstarkes, maskulines Narbenbild aus und findet gerne für Herrenbörsen Verwendung. Besonders haltbar ist eine Börse aus Pferdeleder bzw. Cordovan.

Es muss aber nicht immer Leder sein. Neben den bekannten synthetischen Materialien wie PU und Polyester bieten sich inzwischen etliche weitere Alternativen. Dazu gehört zum Beispiel das Naturmaterial Kork. Es gilt als robustes, widerstandsfähiges und zudem wasserabweisendes Material. Relativ neu ist Tyvek, eine registrierte Marke des Herstellers DuPont. Es fühlt sich an wie Papier, ist aber reißfest und wasserabweisend.

Klein, mittel, groß – wie viel Börse soll es sein?

Es gibt die Minimalisten unter den Menschen. Und es gibt die Sammler. Welcher Gruppe fühlen Sie sich zugehörig? Denn davon hängt die individuell für Sie passende Geldbörse entscheidend ab. Wer sich bereits mit Kreditkarte, Ausweis und Führerschein komplett fühlt, braucht sicher kein traditionelles Portemonnaie, sondern greift am besten zu einem minimalistischen Kreditkartenetui. Das kann aus Leder, aber auch aus Metall gefertigt sein. Aufgrund ihrer geringen Größe passen sie ideal in eine Hosen- oder Sakkotasche, ohne zu drücken oder unangenehm aufzufallen.

Die Sammler dagegen fahren mit einem richtig schön großen Börsenformat am besten. Mit Fächern für den Glücks-Cent, die zahlreichen Belege und natürlich einem Ehrenplatz für ein Foto der Liebsten! Dass diese Vorliebe mit einem gehörigen Volumen und Gewicht einhergeht, versteht sich von selbst. Entsprechend hochwertig müssen diese Geldbörsen verarbeitet sein, damit sie nicht gleich nach dem ersten Einkaufsbummel in die Knie gehen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Größen sind fließend.

Und dann gibt es noch den guten, alten Brustbeutel. In der Vergangenheit hängten sich ausschließlich Kinder, Interrail-Reisende und Weltenbummler die Modelle der Outdoor-Ausrüster um den Hals und versteckten sie unter ihrem T-Shirt. Doch jetzt hat der Brustbeutel ein modisches Update erfahren. Aus der etwas plumpen Aufbewahrungsmöglichkeit für Geld ist ein wirklich zeitgemäßes Accessoire geworden.

Sie sehen: Die neuen Geldbörsen und Portemonnaies haben es schwer in sich. Sie zählen damit sicher zu den am meisten unterschätzten Accessoires. Oftmals sind sie eigentlich viel zu schön und attraktiv für ein Schattendasein im Innenfach einer Tasche. Oder womöglich lieblos in der Hosentasche verstaut.

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