Taschentrends der Siebziger - Diese Styles kommen zurück!
Taschentrends der Siebziger - Diese Styles kommen zurück!

Daran sehen wir uns nie satt: die Taschentrends der 70er-Jahre

Flower Power und Hippie-Bewegung, aber auch Rock, Disco und Punk: Wohl kaum ein Jahrzehnt hat die Modewelt so vielfältig geprägt wie die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Sein Einfluss wirkt daher bis heute nach. Das beweist nicht zuletzt die aktuelle Taschen- und Accessoires-Mode im Frühjahr-Sommer 2021.

Gesellschaftspolitisch stehen die 70er Jahre unter anderem auch für das Aufkommen der Frauen-Bewegung und Emanzipation. Speziell die Tasche erlebte übrigens eine ganz ähnliche Entwicklung. Die großen Designhäuser wie Gucci, Prada oder Chanel präsentierten erstmals passende Handtaschen-Modelle zu ihren Modekollektionen an. Damit steigerte sich die Bedeutung der Tasche für das Gesamtoutfit enorm. Die Tasche emanzipierte sich sozusagen vom mehr oder weniger beachteten Anhängsel der Bekleidung zum selbstbewussten, stilprägenden Accessoire und trendigen Taktgeber.

Handarbeit und Patchwork

Zwar hatte die Hippie-Bewegung ihre Anfänge in den 1960er Jahren. Endgültig im Mainstream kam sie allerdings erst im folgenden Jahrzehnt an. Stricken zählte zu den beliebtesten Hobbys, batiken und „selfmade“ waren schwer angesagt. Die Liebe zum Handwerk fand ihren Ausdruck nicht zuletzt in den Häkeltaschen, die sich gerne durch auffällige Muster auszeichneten, oder der bekannte Patchwork-Mode. Auch in dieser Saison stehen artisanale Fertigungstechniken und handwerkliche Optiken hoch im Kurs. Flechtungen, verspielte Fransen, Kordeln und Zierriemen sorgen für einen äußerst natürlichen Look. Muster, Streifen und abstrakte Prints lassen sich toll als Eyecatcher in schlichte Outfits integrieren und setzen attraktive Blickfänge. Einmal mehr beweist sich: Mit Taschen lassen sich ansonsten eher klassisch gehaltene, schlichte Outfits wunderbar aufbrechen und beleben! Das gilt nicht nur beim Theaterbesuch, sondern zunehmend auch im Büro, wo längst nicht mehr so strenge Bekleidungsregeln gelten als früher.

Patchwork war lange Zeit ein wenig in Verruf, erfuhr in den letzten Jahren allerdings wieder jede Menge Auftrieb. Unter dem Stichwort „Deconstructed“ entwarfen Designer wie Balenciaga oder Alexander Wang neuartige Material-Kombinationen und Hybrid-Modelle. In der aktuellen Taschenmode wird ebenso nach Lust und Laune kombiniert. Da treffen edle Lederqualitäten auf hochwertige Synthetics oder Nylon-Materialien auf recycelte Stoffe. Helles Beige oder schokoladige Brauntöne zeugen von der Orientierung an der Natur. Aber auch Offwhite, Vanille und Camel machen bei Taschen eine gute Figur. Viel Wert gelegt wird auf die Haptiken: Die Taschen zeigen sich gerne von ihrer anschmiegsamen, kuscheligen Seite.

Großer Beliebtheit erfreuen sich außerdem damals wie heute Schultertaschen mit zahlreichen aufgesetzten Taschen, Riemchen und Reißverschlüssen. Die praktischen Features stehen für hohe Funktionalität und ermöglichen einen flexiblen Einsatz der Taschen im Alltag. Diese Idee wurde in den letzten Jahren weiterentwickelt und perfektioniert. Viele Modelle zeichnen sich heute durch ihre Multifunktionalität aus. Sie lassen sich elegant am kurzen Griff, lässig über der Schulter oder – besonders praktisch – als Rucksack tragen. Ob auf dem Weg zur Arbeit oder beim Einkaufen: Es erleichtert den Alltag häufig sehr, beide Hände frei zu haben. Auch das Innenleben der Taschen weiß meistens zu überzeugen. Mehrere Fächer – mit und ohne Reißverschluss – geben dem Chaos keine Chance. Handy, Schlüssel und was ansonsten alles mit muss, findet übersichtlich seinen Platz.

Glamour und Rock

Naturoptiken auf der einen, Glanz und Glamour auf der anderen Seite. Metallic-Optiken zählten in den 70er Jahren zu den absoluten Highlights unter der sich langsam drehenden Discokugel. Aber auch heute noch liegen sie absolut im Trend. Natürlich: Aktuell ist gerade nicht an Party und ausgehen zu denken. Gleichwohl ist vielleicht jetzt doch der richtige Moment, seinen Alltag ein wenig zu „versilbern“ bzw. zu „vergolden“. Schließlich strahlt die Sonne und lässt die verschiedenen Töne so richtig schön glänzen. Ob Gold, Silber oder Bronze – einen Spitzenreiter mag man hier überhaupt nicht küren. Denn eine Tasche in Metallic-Optik veredelt jedes Alltags-Outfit und verleiht ihm das gewisse Etwas. Eine einfache Jeans und eine schlichte einfarbige Bluse bieten die passende Bühne für den glamourösen Hingucker!

Die Auswahl ist übrigens groß: Von schimmernden Echtleder-Modellen bis zu feinen Synthetik-Materialien, von der Clutch bis zum Shopper und von vollflächig spiegelnden Taschen bis zu dezenten Metallic-Einsätzen reicht die Angebotspalette. Accessoires ermöglichen übrigens einen „sanften Einstieg“ in die „schaurig schöne“ Glitzerwelt. Besonders modemutig zeigen sich Fashionistas erst in Glitzerhosen oder Metallic-Kleidern.

Warum nicht ein wenig Lack?

Musik nahm in den 70er-Jahren einen enormen Stellenwert ein. Gleichzeitig beeinflussten ihre Protagonisten die Modewelt. Rock-Gruppen machten Nieten und Lackleder vielleicht nicht salonfähig, aber in der jungen Mode auf jeden Fall alltagstauglich. In der aktuellen Saison sind Nieten und vor allem Lacktaschen ebenso ein Thema. Der Vorteil: Die Farbauswahl beschränkt sich nicht mehr auf die Klassiker Schwarz und Rot. Neben Braun- und Blautöne addieren sich vielfältige Nudes, die den Taschen eine besonders erwachsene Note verleihen.

Die Einflüsse der 70er Jahre zeigen sich damit überraschend vielfältig. In vielen Taschen finden sich Anleihen an diese wilden Zeiten – mal springen sie deutlich ins Auge, mal zeigen sie sich subtil und ein wenig versteckt. Sicher ist aber: Ohne die mutigen Vorreiter in den 70er Jahren wäre die Taschenmode von heute wohl ein gutes Stück ärmer!

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