Mustermix mit Taschen: So wird’s gemacht

Mustermix mit Taschen: So wird’s gemacht

Ob Streifen, Punkte oder wilde Naturmotive: Muster sind in diesem Sommer enorm angesagt. Bekleidung und Taschen zeigen sich mal in dezenten Optiken, mal opulent und nach Aufmerksamkeit schreiend. Auf den ersten Blick lösen sie daher häufig Begeisterungsstürme aus. Doch nicht selten meldet sich dann das Großhirn zu Wort und macht die anfängliche Kauflust zunichte: Wie kombiniere ich das tolle Stück überhaupt zu meinem Outfit? Welcher Look passt zur Tasche mit dem auffälligem Streifenmuster? Und wie lässt sich die Bluse mit ornamentalen Mustern am besten tragen? Schließlich soll der Look nicht wild zusammengewürfelt, sondern überlegt gestylt wirken. Aber keine Sorge: Wer ein paar einfache Regeln beachtet, kann nichts falsch machen.

 

Als erstes macht es Sinn, Farbtöne und Muster getrennt voneinander zu beachten. Als grobe Richtschnur gilt: Entweder sollten die Muster oder die Farben des Outfits aufeinander abgestimmt werden. Ob die Farben oder die Muster die Richtung vorgeben, bleibt den individuellen Vorlieben und dem eigenen Stil überlassen.

 

Muster ist außerdem nicht gleich Muster: Grellen, auffälligen Dessinierungen stehen dezente Entwürfe – zum Beispiel mit kleinen Punkten oder schmalen Linien – gegenüber, die fast schon schlicht einfarbig wirken. Auffällige Blumenprints auf einer Tasche kommen am besten vor einem ruhigen Hintergrund zur Geltung, der nicht mit ihnen in Konkurrenz tritt. Das kann ein schlichtes schwarz gehaltenes Outfit sein oder auch eine lässige Sommerkombination mit Jeans und einem hellen T-Shirt bzw. einer Bluse in Weiß, Creme oder Taupe. Ein einfaches Streifenmuster in Schwarz wiederum kann bestens eine farbintensive, sommerliche Kombination begleiten. Besonders sommerlich erstrahlen maritime Outfits mit blauen, weißen und eventuell sogar roten Streifen. Dazu passen besonders gut offene Körbe und Bastmodelle! Zu den beliebten Sommermodellen gehören selbstverständlich auch Taschen im Marine-Look. Dazu weiße bzw. helle Jeans und ein T-Shirt – fertig ist das lässige Outfit für den Weg zum Strand, einen Shopping-Bummel oder die abendliche Runde über die Paty-Meile.

 

Wer mehrere Muster kombinieren möchte, braucht ein wenig Fingerspitzengefühl und Mut: Als Faustregel kann man sagen: Ab mehr als drei Mustern wirkt das Outfit schnell überladen. Eine Kombination mit Schwarz oder Weiß funktioniert außerdem leichter mit mehreren Mustern als ein farbiges Outfit. Aber: Ausnahmen beweisen selbstverständlich die Regel. Am besten daher einfach ausprobieren.

 

Kleine Muster-Kunde

 

Karo-Muster haben einen festen Platz in der Mode und zählen zu den beliebten Klassikern. Taschen und Accessoires bieten einen enormen Variantenreichtum. So kommt das Muster mal traditionell in Rot und Braun daher, mal wird es in knalligen Farben oder auf ungewöhnlichen Materialien inszeniert. Bei der Zusammenstellung des Outfits gilt: Nicht zu dick auftragen. Ein Karo-Muster als Highlight kann vollkommen ausreichen. Die Kombinationsmöglichkeiten mit Bekleidung und Schuhen ergeben sich aus den Farben des Karo-Musters.

 

Zu den bekanntesten Mustern gehört der klassische Hahnentritt. Beim Weben treffen die zumeist weißen Kettfäden mit schwarzen Schussfäden zusammen. Dadurch entstehen Karos mit rechtwinklig verlängerten Ecken. Diese Musterung soll an die Krallenspuren eines Hahns erinnern.

 

Eine Tasche mit Hahnentrittmuster passt übrigens zu allen Anlässen. Sie integriert sich wunderbar in ein Business-Outfit, kann aber auch an festlichen Abenden getragen werden. Kombiniert wird sie am besten mit einfarbigen Kleidungsstücken. Für Freundinnen von Farbe gibt es Hahnentritt-Taschen natürlich nicht nur in Schwarz-Weiß, sondern auch in ausgefallenen Farbrichtungen.

 

Ebenfalls gerne in Schwarz-Weiß zeigen sich Pepita-Muster. Dabei sind die schwarz-weißen Karos nicht größer als ein Zentimeter und durch rechtwinklig oder schräg verlaufende Streifen verbunden.

 

Als Kombination von Hahnentritt und Pepita lässt sich das Vichy-Karo bezeichnen. Die Verlängerung an den Ecken erscheint hier im Gegensatz zum Hahnentritt diagonal. Außerdem dient eine Raute und nicht ein Quadrat als Basis des Musters.

 

Glencheck wiederum besteht traditionell aus einem mehrfarbigen Karo-Muster. Traditionell entsteht es durch unterschiedliche Bindungsarten beim Weben. Glencheck zeichnet sich durch eine sportliche Note aus und passt daher bestens zu einen gepflegten Freizeit-Look.

 

Wir bleiben in Schottland. Mit dem Begriff „Tartan” können wahrscheinlich die wenigsten etwas anfangen. Dabei handelt es sich um das allseits bekannte Schottenmuster. Das traditionelle schottische Karomuster zeichnet sich durch mehrfarbige, ineinander übergehende und sich überlagernde Kästchen aus. Weil verschiedenfarbige Garne verwebt werden, erscheint Tartan im Gegensatz zu den anderen Mustern eher bunt. Allerdings sorgt sein symmetrischer Aufbau für eine stimmige Optik. Schottenmuster lassen sich daher auch bestens kombinieren und sorgen in einem ansonsten harmonischen Outfit für den notwendige Würze!

 

Als Inbegriff des Karos gilt das weltbekannte und markenrechtlich geschützte Burberry-Muster. Neben Bekleidung ziert es Schuhe, Accessoires und selbstverständlich auch Taschen. Die milliardenschwere Burberry Gruppe ist an der London Stock Exchange börsennotiert und Mitglied im FTSE 100 Index.

 

Burberry mag zwar ein Inbegriff für Luxus sein. Schottenmuster sind aber gleichwohl quer durch alle gesellschaftlichen Schichten angesagt. In der Grunge-Szene oder in der Punk-Bewegung etwa erfreuen sich Flanellhemden mit Tartan-Muster großer Beliebtheit. Klassische Karo-Muster zeigen sich betont zeitlos. Eine Tasche mit Karo-Muster kann daher viele Jahre lang getragen werden. Und auch die etwas wilderen Varianten verschwinden nie wirklich von der Bildfläche. Zudem erfahren sie in regelmäßigen Abständen ein besonderes Revival. BU Foto: Taylor Heery auf Unsplash Foto: Laura Chouette auf Unsplash

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