Das richtige Gepäck für den Auto-Urlaub
Die Weihnachtsferien stehen vor der Tür. Während sich in den letzten Jahren die Urlauber an den Flughäfen knubbelten, um in den Süden zu fliegen, wird in diesem Jahr die Fahrt mit dem Auto zur Familie an erster Stelle stehen – soweit unter Corona-Bedingungen möglich.
Damit es am 23. Oder 24. Dezember nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt, sollte man sich möglichst frühzeitig einige Gedanken über das Gepäck machen.
Natürlich: Die Klamotten kommen in den Koffer. Aber in was für einen? Ein großer Hartschalen-Koffer eignet sich aufgrund seiner Robustheit und seines Volumens bestens, um bei Flugreisen als Gepäckstück aufgegeben zu werden. Aber für die Autofahrt?
Hartschalen-Koffer passen meistens nur nebeneinander in den Kofferraum. Auch lassen sie sich kaum stapeln. Selbst der Platz in einem SUV kann erstaunlich schnell zusammenschrumpfen, da sich die Polycarbonat- oder ABS-Schalen-Modelle nicht knautschen lassen. Weitaus praktischer sind in diesem Fall daher Reisetaschen oder Weichgepäck-Trolleys. Sie verzeihen ein wenig drücken und quetschen, so dass sich der zur Verfügung stehende Raum bestens ausfüllen lässt. Aber Vorsicht vor zu viel Gewalt, so dass womöglich ein Geschenk zu Bruch geht. Bruchempfindliches Gepäck wie Flaschen oder Gläser sind daher auch in einem Hartschalenkoffer besser geschützt als in einer weichen Reisetasche. Wer Wert auf knitterfreie Kleidung legt, sollte ebenfalls zum Hartschalenkoffer greifen.
Die Grundregel für die Reise mit dem Auto lautet daher: Lieber mehrere kleinere Gepäckstücke aus verschiedenen Materialien als ein oder zwei riesengroße! Allerdings stellt sich natürlich auch die Frage, ob direkt am Ziel geparkt werden kann oder ein längerer Fußmarsch droht? Denn dann lässt sich das Gepäck in Rucksäcken oder auf Rollen wesentlich komfortabler transportieren als in vielen einzelnen Handtaschen.
Reisetaschen: Qual der Wahl
Bei Reisetaschen besteht die Qual der Wahl. Klassisch elegant präsentieren sich Weekender aus Leder. Je nach Modell verfügen sie über eine mehr oder weniger ausgefeilte Innenausstattung. Wer mit Kindern und Jugendlichen unterwegs ist, sollte eine Sporttasche packen. Sie verfügen häufig über ein separates Schuhfach. Gerade im Winter erweist es sich als besonders praktisches Feature, wenn die Schuhe nass oder ein wenig verdreckt sein sollten und für die Rückfahrt wieder eingepackt werden müssen. Sporttaschen und Weekender sind in verschiedensten Größen erhältlich. Das Angebot reicht von schlicht designten Modell der großen Sportmarken bis Tasche mit modischem Anspruch und Design. Tragen lassen sie sich entweder an zwei Handgriffen oder mit Hilfe eines langen Riemens.
Tipp: Für längere Distanzen zu Fuß kann eine Rollen-Reisetasche die richtige Wahl sein. Das große Hauptfach lässt sich dank eines komplett umlaufenden Reißverschlusses sehr komfortabel packen. Verstärkte Kanten sorgen dafür, dass die Tasche und ihr Inhalt gut geschützt sind.
Immer praktisch: Ein Daypack für unterwegs!
Wie viele Pausen sind geplant? Wird zwischendurch eine Stadt besichtigt? Es ist immer praktisch, sich darüber im Vorfeld klar zu werden. Denn dafür macht in jedem Fall ein Daypack oder eine Bauchtasche Sinn, die auch bereits im Vorfeld gepackt werden sollte. Es ist sehr angenehm, wenn man auf dem Parkplatz nicht erst im Gepäck nach einem Schirm, einer Trinkflasche oder einem zusätzlichen Pullover wühlen muss, sondern sofort auf Besichtigungstour gehen kann.
Ein Rucksack macht ebenfalls Sinn, falls am Urlaubsort oder daheim bei der Familie ein Spaziergang geplant ist. Nirgendwo sonst lassen sich Handy, Geldbeutel und Co. sowie ein paar Plätzchen oder eine Trinkflasche bequemer verstauen. Wer durch die Natur spaziert, muss außerdem keinen unbemerkten Zugriff von Dieben befürchten. Ebenfalls praktisch: Eine Regenhülle schützt den wertvollen Inhalt vor Feuchtigkeit und Nässe.
Rucksäcke gibt es auch in den verschiedensten Größen, Materialien und Dessins. In jedem Fall sollte auf ein Mindestmaß an Ausstattung geachtet werden, damit er organisiert gepackt werden kann. Für den schnelle Zugriff bieten sich die häufig vorhandenen Außentaschen an. Hochwertige Modelle sind außerdem mit einem funktionalen Tragesystem ausgestattet, so dass sich auch ein größeres Gewicht angenehm über Stock und Stein bzw. unbefestigte Wege transportieren lässt. Diese finden sich übrigens nicht nur in der Natur, sondern gerne auch in Altstädten. Das Kopfsteinpflaster sind schön aus, eignet sich aber nicht für Trolleys aller Art.
Rucksäcke und kleinere Taschen eignen sich außerdem bestens, um die Zwischenräume im Kofferraum oder an der Seite zu nutzen. Doch auch hier gilt: Nicht zu sehr drücken und quetschen. Die Modelle sind zwar meistens äußerst robust, können aber gerade an scharfkantigen Metallen doch in Mitleidenschaft gezogen werden.
Falls zwischendurch der kleine Hunger kommt: Ein Rucksack mit Vesper und etwas zu trinken lässt sich meistens ganz praktisch im Fußraum verstauen. So hat der Beifahrer dann auch während der Fahrt Zugriff auf den „lebensrettenden“ Keks oder den Schluck Wasser für die Kinder.
Als Essen für unterwegs bietet sich übrigens ein leichter Snack wie Obst an, der nicht zu schwer im Magen liegt. Außerdem sollte man genügend trinken, damit die Konzentration während der Fahrt nicht nachlässt. Und wer mit kleineren Kindern unterwegs ist, die sich noch nicht selbst beschäftigen können, sollte sich ein buntes Unterhaltungsprogramm für die Fahrt überlegen.
Gute Fahrt!