Das Taschenhygiene Einmaleins
Hand aufs Herz – was befindet sich in euren Handtaschen? Neben den alltäglich wichtigen Dingen, wie Portemonnaie, Handy oder Schlüssel, hält die aktuelle Lieblingshandtasche meist auch ein kurioses Sammelsurium bereit, das seinesgleichen sucht. Ich nehme mich da selbst nicht aus. Neben den kleinen Notwendigkeiten befinden sich in meiner Handtasche auch angefangene Taschentuchpakete, angebrochene Hustenbonbonpackungen, alte Kassenzettel und eine Testversion des beliebten Kartenspiels „Exploding Kittens“. Fragt nicht.
Aber ich wette mit euch, dass es in euren Alltagsbegleitern nicht anders aussieht. Jede von uns hat die Angewohnheit, lieber einmal mehr mit sich herumzuschleppen, als sie eigentlich müsste. Wieso machen wir das überhaupt? Weil wir als Frauen (an dieser Stelle ein Sorry an die Jungs) geborene Sammler sind? Weil wir das Gefühl haben, nicht nur uns mit allem Nötigen versorgen zu müssen, sondern gleich alle Wegbegleiter? Oder ist es schlichtweg eine mangelnde „Taschenhygiene“, die uns vor Scham erröten lassen sollte? In diesem Artikel werden wir einmal genauer hinschauen, was es mit dem ewigen Thema „Frauen und volle Handtaschen“ so auf sich hat, denn laut einer Studie verbringen wir durchschnittlich rund 76 Tage unseres Lebens damit, in unseren Handtaschen herumzukramen.
Es kommt auf das Modell der Tasche an
Auch sagt es einiges über die Trägerin einer Tasche aus, je nachdem, welches Modell sie trägt und an welcher Stelle sie getragen wird. Während Menschen mit großen und unordentlichen Taschen auch persönlich eher Querdenker und Chaosköpfe sind, tendieren Frauen mit kleinen Handtaschen eher dazu, klar strukturiert und ordentlich zu sein. Natürlich ist das alles mit einer Prise Humor zu verstehen, denn niemand von uns wird zum Chaoten, nur weil er einen Weekender dabeihat. Auf der anderen Seite wird man nicht zum Organisationstalent, nur weil man zum Date mit dem Liebsten eine Clutch mitnimmt. Was jedoch alle vereint, ist das Chaos, welches ab und an in der allerliebsten Handtasche herrscht.
Wer kennt es nicht?
Morgens bleibt kaum Zeit, weil wie gewohnt alles in Jubel, Trubel und Heiterkeit versinkt. Schnell müssen die Siebensachen griffbereit sein. Schnell noch das Pausenbrot und den frisch gepressten Powersmoothie eingepackt und los geht’s. Niemand möchte sich morgens noch ernsthaft Gedanken darüber machen müssen, ob Geldbeutel, Regenschirm, Kopfschmerztablette oder Tampons eingepackt wurden. Als essentielle und alltägliche Gebrauchsgegenstände sind sie einfach da. Und das ist auch gut so. Denn unsere Welt und unsere Leben sind chaotisch genug und wir müssen immer mehr Sachen im Kopf behalten. Da ist es wichtig und richtig, dass immer alles griffbereit an seinem Platz ist. Dass da ab und zu auch mal etwas in die Tasche rutschen kann, was dort eigentlich nichts zu suchen hat, ist nur verständlich. Aber wie verhindern wir am besten, dass abgelaufene Müsliriegel, alte Hundeleckerlis oder lose Teebeutel zu einem Taschen-Bodensatz der Superlative werden?
Wir haben die Lösung für Dich!
Am einfachsten ist es, mindestens einmal in der Woche einen Taschen-Großputz zu veranstalten. Was hat sich in der Woche so angesammelt? Was benötige ich davon für die nächste Woche? Und was kann eigentlich weg? Mit solch einem einfachen Ritual, wird die Tasche nie mehr zum Sumpf für unnötigen Ballast. Einfach einmal alles in die Hand nehmen und sich fragen, ob man es wirklich benötigt. Schnell kristallisiert sich dabei heraus, dass es auch an den Lebensumständen hängt, was man so alles mit sich rumschleppt. Eine Hundebesitzerin wird dabei andere Dinge in ihrem Alltag benötigen, als jemand, der den ganzen Tag in einem Konzern arbeitet, Kantinenverpflegung mit eingeschlossen. Ziel ist es, den Überblick zu bekommen, was man tatsächlich auch benötigt. Alles andere bleibt zuhause. Ein weiterer Trick für eine aufgeräumte Tasche ist das Mehrtaschen-System. In einer kleinen Extratasche, die einfach in die gewünschte Handtasche gelegt werden kann, befindet sich alles, was man so benötigt. Wer etwas mehr als andere braucht, oder einfach immer gut ausgestattet sein möchte, kann selbstverständlich mehr als eine zusätzliche Tasche mit einpacken. Wie wäre es denn mit einem kleinen Beutelchen für Medikamente, Hygieneartikel und Pflegeprodukte? Zusätzlich kann das benötigte Make-Up in einer weiteren kleinen Tasche fachgerecht verpackt werden. Für Regenschirme eignet sich am besten eine kleine Plastiktüte, damit der nasse Regenschirm nicht die ganze Zeit in der Hand gehalten werden muss, oder alternativ die Tasche von Innen nass macht. Auch für die Mittagspause gibt es praktische Lunchbeutel aus Stoff oder Papier, die – immer wieder verwendbar – der geeignete Ort für Obst, Sandwich oder Früchtequark darstellen.
Wie wäre es mit einer kleinen Tasche?
Klingt ein wenig aufwändig? Ist es auch! Wer keine Lust auf aufwändige Taschensysteme hat, der kann ganz einfach zu einer kleineren Tasche greifen. Der Vorteil einer kleineren Schultertasche liegt quasi auf der Hand. Wer nicht so viel Platz für das Notwendige hat, der hat erst recht keinen Platz für Krimskrams. Und mal ehrlich? Wer benötigt denn wirklich drei verschiedene Sorten Kaugummi, vier Lippenstiftfarben und ein Paar Ersatzsocken? Meistens tut es ganz gut, sich auf das Wesentliche zu reduzieren. Auch mental hat es auf die meisten einen nicht zu unterschätzenden Effekt, wenn man mit weniger Ballast durch die Gegend läuft. Mit einer kleinen Tasche hat man die Hände und den Kopf frei für die wichtigen Dinge und ist beschwingter unterwegs. Äußerst praktisch, dass ganz viele Taschenhersteller aktuell zahlreiche kleine und modisch angesagte Taschen in ihren Kollektionen haben. Da findet sich sicher für jeden der passende Begleiter.