Das kleine Lexikon der Taschenformen
Clutch, Hobo und Co. – was verbirgt sich hinter diesen Namen?
Wie und wo die Bauchtasche getragen wird, erklärt sich von selbst. Auch hat jede Frau eine Vorstellung von ihrem Aussehen. Aber was für eine Tasche verbirgt sich eigentlich hinter einer Clutch? Oder hinter einer Hobo Bag? Ein kleines Lexikon der Taschenformen bringt Licht ins Dunkle. Die Clutch (sprich: „klatsch“) leitet sich vom englischen Verb „to clutch“ ab. Es lässt sich mit „kuppeln“ bzw. „umklammern“ übersetzen. Hinter einer Clutch versteckt sich also ein äußerst übersichtliches Täschchen, das sich wunderbar von einer Hand „umklammern“ lässt. Am Abend komplettiert die kleine Tasche besonders gut ein festliches Outfit. Glamourös oder klassisch gehalten, verleiht die Clutch jeder Frau einen femininen und besonderen Auftritt. Ihr geringes Fassungsvermögen verlangt ihren Trägerinnen allerdings ein gehöriges Maß an Selbstdisziplin ab. Handy, Schlüssel und ein Lippenstift – viel mehr findet in einer Clutch gemeinhin nicht in Platz. Manche Clutch verfügt außerdem über einen zumeist schmal geschnittenen Schulterriemen. Damit erhöht sich ihre Funktionalität ungemein, so dass Frau beim Abendempfang beide Hände frei hat – für einen Prosecco, ein Häppchen oder einen kleinen Strauß.
Das Raumwunder
Stichwort Funktionalität: Das Gegenstück zur Clutch bildet die so genannte Bucket Bag („Eimer-Tasche“). Sie besticht nicht zuletzt durch ihr Fassungsvermögen. Das Raumwunder darf aber nicht auf sein Volumen reduziert werden. Es zeichnet sich nicht selten auch durch seine Optik aus. Aus feinem Leder gefertigt, erweist sich die Bucket Bag nicht nur tagsüber, sondern auch am Abend als treue Begleiterin. Sie wird meist über der Schulter oder crossover, also quer über den Körper, getragen. Zu ihren besonderen Kennzeichen gehört zudem ihr Verschluss mit zwei Kordeln, die sich zusammenziehen lassen. Die Bucket Bag gehört zur großen Familie der Schultertaschen (Shoulder bags). Auch eine Handtasche mit zwei Henkeln und einem langen Schultergurt lässt sich als Schultertasche bezeichnen. Ist der Riemen lang genug, können Schultertaschen auch crossover über dem Körper getragen werden.
Messenger Bags – ein Tipp für Männer und Frauen
Auch die so genannten Messenger Bags, die übrigens von Männern ebenso gerne wie von Frauen getragen werden, gehören zur Kategorie der Schultertaschen. Dabei greifen die Herren häufig zu einem breiteren Quergurt. Dieser kann aus Leder, Nylon oder Canvas gefertigt sein. Frauen dagegen bevorzugen oft mehr oder weniger unauffällige dünne Ketten oder Riemen, die ihr Gesamtoutfit nicht „brechen“. Außerdem stehen sie tendenziell eher auf kleinere Modelle, um Laptop und den nötigen „Papierkram“ stilvoll zu verstauen und zum Meeting mitzunehmen. Praktisch: Manche Messenger Bag verfügt hinten über eine Lasche. So lässt sie sich ganz entspannt auf einen Trolley aufstecken und hinter oder neben sich herziehen. Hervorgehoben werden soll die Hobo Bag. Die eher sackartigen Modelle aus weichen Ledern zählen zu den immer wiederkehrenden Klassikern der Taschenmode – vor allem unter den Stichworten „Natur“ und „Natürlichkeit“. Die Looks präsentieren sich äußerst vielfältig. Neben betont schlicht gestalteten Modellen finden sich „Hobos“ auch aus gewaschenen Lederqualitäten und im beliebten Vintage-Look.
Shopper – die „Kombis“ unter den Taschenformen
Zum Einkaufen oder im Arbeitsalltag – Shopper haben seit vielen Jahren einen festen Platz in den Garderoben der Frauen. Sowohl als Hochkant Modell als auch im Querformat macht der Shopper eine gute Figur. Er lässt sich von oben öffnen und mit Hilfe eines Reißverschlusses oder Druckknopf schließen. Meist verfügen Shopper über ein praktisches Innenleben mit zahlreichen Taschen und Fächern, so dass sie sich ideal für einen ausgiebigen Einkaufsbummel eignen. Dank einer cleveren Gestaltung der Trageriemen lassen sich Shopper immer öfter in einen praktischen Rucksack verwandeln. Ein Vorteil: Man hat die Hände frei. Außerdem lässt sich ein Rucksack wesentlich angenehmer tragen als eine Schultertasche. Vor allem nach einem ausgiebigen Einkauf auf dem Markt oder in der Stadt macht sich das Gewicht des Shoppers schnell bemerkbar, wenn er einseitig über der Schulter getragen wird. Auch der Wechsel von der einen auf die andere Schulter schafft nur kurz Abhilfe. Wichtig zu wissen: Handy und Geld können sich meist sicher verstauen lassen. Versteckte, am Körper anliegende Reißverschlusstaschen sorgen dafür, dass selbst ausgefuchste Langfinger kaum eine Chance haben.
Vor dem Bauch und auf der Hüfte
Abschließend sollen aber auch den Bauchtaschen noch einige Worte gewidmet werden. Gerne werden sie auch als Hip Bags oder Gürteltaschen bezeichnet. Und man mag es kaum glauben: In den letzten Jahren entwickelten sie sich zum absoluten Trendthema. Längst zieren sie nicht mehr nur den Bauch von Touristen, sondern finden sich in den Kollektionen und Schauen der großen Designer wieder. Das Angebot ist größer denn je. Es beschränkt sich nicht mehr auf die aus den 90er Jahren bekannten Nylon-Modelle in Schwarz oder Navyblue. Der Markt bietet Hip Bags in unterschiedlichsten Größen sowie aus Leder oder Synthetik-Materialien. Ob prägnante Logos, Metallics oder wilde Prints – bei der optischen Gestaltung lassen die Designer ihrer Phantasie freien Lauf. Immer aber gilt: Dank ihrer Funktionalität erweisen sie sich als ideale Begleiter bei Konzerten, Festivals und anderen Events. Oder eben auch bei einer ausgiebigen Stadtbesichtigung im Urlaub. Und sogar in Paris und Mailand kann Frau sich inzwischen mit ihnen sehen lassen
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