Back to the Nineties

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Die Neunziger sind zurück! Yeah! Ein verrücktes Jahrzehnt feiert ein grandioses Comeback in der Mode. Die großen Fashiondesigner sind geradezu verliebt in die enorme Vielfalt dieser einmaligen Dekade. Die reich gefüllten Archive der Taschenbrands dienen den Kreativen als eine unermessliche Inspirationsquelle. Kein Wunder also, dass zahlreiche aktuelle Taschentrends bereits in den Neunziger Jahren extrem angesagt waren. Wir werfen einen Blick zurück auf ein Jahrzehnt des Umbruchs, das zugleich vor allem in modischer Hinsicht für jede Menge frischen Wind in den Kleiderschränken gesorgt hat. Und wir verraten, welche Taschen heute mindestens genauso angesagt sind wie im Jahre 1998.

Das waren die Neunziger Jahre

Im Spannungsbogen zwischen Wiedervereinigung und Jahrtausendwende gab es in den Neunziger Jahren unzählige Ereignisse, die das Leben der so genannten Generationen Golf und X geprägt habe. So werden nämlich die Generationen bezeichnet, die bis zum Jahr 1985 das Licht der Welt erblickt haben. Der Beginn des Jahrzehnts war von einem scheinbar grenzenlosen Optimismus geprägt. Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung war die Lust auf Freiheit überall spürbar. Alles schien möglich. Der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1990 durch die Nationalelf um Lothar Matthäus in Italien beflügelte dieses Gefühl weiter. Berlin war in diesen Tagen wohl die spannendste Stadt der Welt. In leerstehenden Wohnhäusern entstanden über Nacht Clubs, in denen die Jugend der Stadt feierte. Diese beiden Themen, nämlich Musik und Jugendlichkeit, prägten auch die folgenden Jahre maßgeblich. Als inoffizielles Organ der jungen Generation diente dabei der TV-Sender MTV, der Kultstatus erlangte. Später kam Viva als deutscher Abklatsch hinzu. In Zeiten von Instagram, TikTok und Youtube kaum mehr vorstellbar, aber damals verbrachten Teenager ihre Tage oftmals damit, im Fernsehen stundenlang Musikvideos anzuschauen. Die ungezügelte Lebensfreude der frühen Neunziger trübte sich im Verlauf des Jahrzehnts zunehmend ein. Ein Vorbote dieser Entwicklung war die eher düstere Musikrichtung Grunge mit Nirvana als Aushängeschild. Die Welt war eben doch nicht ausschließlich rosarot – auch nicht in den Neunzigern.

Das Jahrzehnt der Supermodels

Stilikonen der 90er-Jahre waren vor allem Supermodels wie Kate Moss, Claudia Schiffer und Naomi Campbell. Später kamen auch die Spice Girls um Victoria Beckham hinzu. Ihr Kleidungsstil hatte großen Einfluss auf junge Frauen auf der ganzen Welt. Eine wichtige Inspirationsquelle war außerdem Techno. Dieser Musikstil mit seinen wummernden Bässen und knalligen Farben entwickelte sich zu einem richtungsweisenden Element in der Modewelt. Die Mode konnte gar nicht bunt und schrill genug sein. In diesem Zusammenhang erlebten auch die legendären Buffalo-Boots auf den extremen Wolkensohlen einen wahren Hype. Bei den Taschenformen war einerseits die klassische Kastenform weiterhin sehr beliebt. Aber neu hinzu kamen „laute“ Designs in krassen Farben und außergewöhnlichen Formen. So gab es damals bereits Taschen aus durchsichtigem Material, das den Blick auf das Innere frei gab. Auch Rucksäcke und Bauchtaschen waren in den Neunzigern extrem beliebt. Beide Taschenformen gehören auch heute zu den absoluten Must-haves. Einen Siegeszug erlebte zudem die Sportswear. Die Abkehr von den strengen Moderegeln der vorherigen Jahrzehnte nahm zwischen 1990 und dem Jahr 2000 seinen Anfang. Der Einfluss des Sports wurde zunehmend größer – man denke etwa an den Basketball-Superstar Michael Jordan von den Chicago Bulls. Die Namen und Logos der großen Sportbrands wurden gerne plakativ auf T-Shirts und Pullovern getragen. Und natürlich ebenso auf den Taschen. Dieses Namedropping ist auch heute omnipräsent.

Sex and the City ist Kult

Kein Beitrag über die Mode der Neunziger Jahre kann ohne einen Verweis auf die mega-einflussreiche TV-Serie „Sex and the City“ auskommen. Die erste Folge dieser Erfolgssendung wurde 1998 ausgestrahlt. Darin erlebt die Journalistin Carrie Bradshaw, gespielt von Sarah Jessica Parker, gemeinsam mit ihren drei Freundinnen in New York City allerlei Abenteuer. Bis heute gibt es wohl keine vergleichbare Serie, die so sehr die zeitgenössische Mode prägte. Besonders die Outfits von Sarah Jessica Parker bestachen immer wieder aufs Neue durch ihre Originalität. Die modebesessene Bradshaw mixte unverblümt Unterwäsche zum Tutu, Haiwaii-Shorts zu High Heels und Flohmarkt-Funde zu Designerteilen. Maßgeblich verantwortlich für den Stil ihrer Rolle zeichnete die New Yorker Stylistin Patricia Field, die für ihre Arbeit mehrfach mit renommierten Film- und Designpreisen ausgezeichnet wurde. Neben Carrie Bradshaw hatten auch die anderen Protagonistinnen der Serie ihren ganz eigenen Kleidungsstil. Samantha Jones (gespielt von Kim Cattrall) gab sich gern sexy und liebte neben hautengen Kleidern auch knallbunte Power-Suits, Miranda Hobbes (Cynthia Nixon) bevorzugte es funktional und stand für den typischen New Yorker Office-Look der damaligen Zeit, während Charlotte York (Kristin Davis) sich am liebsten klassisch, weiblich und elegant kleidete.

Eine Taschenform, die dank „Sex and the City“ zum It-Piece wurde und auch aktuell wieder besonders angesagt ist, ist die so genannte Baguette Bag. Influencer, Fashionredakteurinnen und Businessfrauen lieben die praktische, rechteckig geformte Tasche, die sich durch einen kurzen Schulterriemen auszeichnet. Wie ein Baguette wird das Modell unter den Arm geklemmt – daher der Name. Besonders praktisch sind so genannte 2-in-1 Modelle. Diese können alternativ nämlich auch als Gürteltasche getragen werden. Der Vorteil: Die Trägerin hat jederzeit die Hände frei.

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