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Über Leder – und dessen Alternativen

19. August 2020 | Trends

Über Leder – und dessen Alternativen

Wisst Ihr was? Heute ziehen wir mal vom Leder... nein, wir erzählen Euch davon. Denn viele Taschen sind aus echtem Leder gefertigt. Umhängetaschen, Shopper, Rucksäcke oder Reisetaschen aus Leder sind tolle Begleiter in allen Lebenslagen. Leder ist als Material sehr haltbar und wird mit der Zeit immer schöner, wenn es durch viel Anfassen und Knautschen einen tiefen, satten Farbton erhält, vielleicht den einen oder anderen kleinen Kratzer und manche Falte, die beim Kauf noch nicht da war. Wenn eine Handtasche oder ein Rucksack so aussieht, weiß man: Sie hat vielleicht schon einige Saisons auf dem Buckel, aber sie wird geliebt, getragen und ist weit mehr als ein Anhängsel.

Wisst Ihr, wie Leder entsteht?

Wir erklären es Euch! Leder wird hergestellt, indem die Haut eines Tieres – meist eines Rindes – durch chemische Prozesse haltbar gemacht wird. Das nennt man Gerbung. Leder ist also eine Haut, die nicht „schlecht“ werden kann. Bestimmte Stoffe werden der Haut bei der Gerbung entzogen. Dadurch wird sie zu Leder. Sie würde sonst immer munter vor sich hin gammeln. Und entsprechend müffeln. Ist sie aber zu Leder gegerbt, hält sie ewig und duftet wunderbar nach – eben Leder.

Die Gerbung ist also ein chemischer Prozess, der mit verschiedenen Substanzen erfolgen kann und dann unterschiedlich lange dauert. Schnell geht es mit Chromgerbung, bei der Chromsalze verwendet werden, die die unerwünschten Substanzen in relativ kurzer Zeit aus der Haut entfernen. Auch die Temperatur spielt eine Rolle und kann den Umwandlungsprozess von der Haut zum Leder beschleunigen. Wenn es länger dauern darf, eignen sich auch so genannte vegetabile Gerbprozesse. Das funktioniert? Aber ja! Bestimmte natürliche Stoffe, etwa Rinde oder Früchte von einigen Baumarten, bestehen aus Substanzen, die das gleiche können wie Chromsalze: der Haut das entziehen, was sie „gammelig“ werden lässt.

Vegetabile Gerbung erfolgt meist in Gruben, die sich im Boden befinden. Man braucht in einer Gerberei viele Gruben, die mit Gerbbrühe gefüllt sind. Darin befindet sich auch die gerbende Substanz, also die Blätter, Rinden und anderen natürlichen Materialien. Und darin ruhen dann die Häute oft viele Wochen, gar Monate, bis sie am Ende zu dem wundervollen Material geworden sind, das wir Leder nennen.

Was die Verarbeitung von Leder zu Taschen angeht, so schwören viele auf vegetabil gegerbtes Leder. Das hat auch den Vorteil, dass es so natürlich wie möglich hergestellt wurde. Für Allergiker, die etwa auf Chrom reagieren, ist das eine wichtige Information. Und auch darüber hinaus haben viele das Gefühl, auch der Natur etwas Gutes zu tun, wenn sie Taschen aus vegetabil gegerbten Ledern tragen. Denn vegetabil gegerbtes Leder kann theoretisch biologisch abgebaut werden, ohne dass schädliche Stoffe in den Boden gelangen.

Haben wir Dein Interesse geweckt?

Wer sich für eine Tasche aus vegetabil gegerbtem Leder interessiert, sollte bei den Herstellern oder im Onlineshop nachfragen. Immer mehr Anbieter verarbeiten das herrliche Naturmaterial. Taschen aus vegetabil gegerbten Ledern passen perfekt zur neuen Mode des Herbstes, bei der romantische Kleider eine wichtige Rolle spielen. Ein wundervoller Trend sind aktuell die Siebziger Jahre, bei denen neben Rüschenkleidern und Tuniken auch die große, geräumige, meist runde Umhängetasche nicht fehlen darf. Geflochtene Leder, breite Riemen, praktische Fächer, in die alles hineinpasst – und fertig ist der Spätsommerlook für Romantik-Begeisterte! Auch der modische Brit Chic, bei dem gerade Hosen zu Hemd und Pullunder nebst Trenchcoat kombiniert werden, ist eine tolle Bühne für klassische Ledertaschen, die gern auch aus vegetabilem Leder gefertigt sein können. Hier wirken gerade, kantige Schnitte besonders schön. Und das beste ist: In diese Taschen passt auch eine ganze Menge rein!

Gibt es eine Alternative zu echtem Leder?

Natürlich muss es nicht zwingend Leder sein! Viele Verbraucherinnen entscheiden sich sogar bewusst dagegen und bevorzugen vegane Materialien. Denn fest steht: Leder ist tierischen Ursprungs. Auch wenn die Haut eigentlich ein Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie ist, stammt sie doch vom Tier. Und es gibt Menschen, die der Überzeugung sind, dass sie Tierleid nicht unterstützen wollen. Vegane Materialien gibt es in zahlreichen Varianten. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind künstlichen Ursprungs, stammen also von keinem Tier. Als vegane Materialien für Taschen kommen viele in Frage. Natürliche wie Leinen, Bast oder auch Baumwolle. Und Kunststoffe wie PU. Interessant sind auch Materialien, die aus recycelten Stoffen bestehen. So gibt es Initiativen, die beispielsweise alte PET-Flaschen aus Ozeanen oder von Stränden sammeln. Aus diesen kann dann wieder ein neues Material entstehen, dass sich zu vielerlei Dingen – auch Taschen – verarbeiten lässt. Damit tut man auch der Umwelt etwas Gutes. Immer mehr Taschen haben auch Bestandteile aus recycelten Materialien. Es lohnt sich, danach einmal zu fragen!

Wie sieht es mit dem Design aus?

Was das Design angeht, so gibt es bei den Materialien kaum einen Unterschied. Es gibt vegane Produkte, die echtem Leder so ähnlich sehen, dass man sie kaum auseinanderhalten kann. Sie sind robust und flexibel, leicht und optisch schön. Auch der Griff ist angenehm, sie lassen sich gut anfassen und sind perfekte Begleiter. Der einzige Unterschied ist vielleicht, dass vegane Materialien nicht nach Leder duften. Aber damit könnte man auf jeden Fall zurecht kommen, wenn das Design stimmt! 

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